„Wir haben viel über uns selbst gelernt“ – Religiöser Schultag an der Liebfrauenschule

Aufgrund der Corona-Pandemie konnten die beliebten Tage der religiösen Orientierung („TRO“) nicht wie sonst an drei Tagen an einem außerschulischen Ort stattfinden. Kurzerhand stellte Schulseelsorgerin Klaudia Dederichs gemeinsam mit Referentinnen und Referenten aus der Abteilung Schulpastoral (Bistum Münster) ein neues, Corona-konformes Konzept auf die Beine. Der „Religiöse Schultag“ soll die Klassen in der Schule anregen, sich selbst besser kennenzulernen und sich mit Identitäts- und Glaubensfragen auseinanderzusetzen. Ein ökumenisches Team von Theologen und Pädagogen stellt sich dabei als Gesprächspartner zur Verfügung. Gestartet wurde in der vergangenen Woche mit den beiden Unterstufenklassen der Zweijährigen Berufsfachschule (BFC). Für die Schülerinnen und Schüler war der Tag eine positive Überraschung. „Ich habe zuerst gedacht, dass es bestimmt langweilig wird, aber genau das Gegenteil war der Fall. Es war ein spannender Tag und es hat viel Spaß gemacht“, so das Fazit eines Schülers aus der Klasse BFC 11b. Neben einigen interessanten Spielen standen auch Reflexionen und Sinnfragen auf dem Programm. So kamen die Schülerinnen und Schüler unter anderem zu den Themen Religion, Sexualität, Familie und Beruf ins Gespräch.  „Wir haben uns als Klasse viel besser kennengelernt und ganz viel für die Gemeinschaft getan“, betonte eine Schülerin der BFC 11b.

Auch für die Schülerinnen und Schüler im Bildungsgang Heilerziehungspflege (HEP), die am 01.06.2021 den Tag absolvierten, war es eine besondere Erfahrung. „Wir haben viel Neues über uns und unsere Mitschüler erfahren. Wir haben gemerkt, dass wir uns gut aufeinander verlassen können und wir einen guten Zusammenhalt in der Klasse haben“, erklärt Stefanie Bußhoff, Schülerin der Unterstufe (HEPSU). Die Arbeit im Team sei sehr harmonisch gewesen, alle haben sich miteinbringen können. „Außerdem haben wir viel gelacht“, betont sie. Für sie war der Religiöse Schultag eine gelungene Alternative zu der sonst dreitägigen Fahrt: „Es war gut, dass es trotzdem stattfinden konnte. Es war eine gute Auflockerung, gerade in dieser schwierigen Corona-Zeit“.

Ende Juni, vom 28. bis zum 30. Juni, können sich nun die angehenden Sozialassistentinnen und Sozialassistenten und die Schülerinnen und Schüler aus dem Bildungsgang der Kinderpflege auf diesen besonderen Schultag freuen.

Text: J. Kahn