Tansania-Projekt 2021  – Stand der Dinge

Das Schuljahr 2020/21 geht zu Ende. Es ist das erste Schuljahr seit 2010, in dem keine Projekt-Gruppe nach Tansania geflogen ist, um vor Ort das Schulbau-Projekt des Vereins ‚Dialog hilft Kindern in der einen Welt – e.V.‘ zu unterstützen. Zum einen wäre dieses aufgrund der Corona-Pandemie nicht umsetzbar gewesen, zum anderen ging unsere 10-jährige Projekt-Zeit mit dem letzten Besuch im Jahr 2019 zu Ende. Die Corona-Pandemie hat die Region bislang relativ unbeschadet überstanden. Laut Sr. Rashmi ist dieses ein Resultat der isolierten Lebensweise der Massai und auch der strengen Maßnahmen auf dem Schulgelände selbst.

Was ist in diesen zehn Jahren entstanden? Was hat dieses Projekt bewirkt? Zu dem Areal der ‚Osotwa-School‘ mit ausreichend Klassenräumen für die Primary School für ca. 200 Schulkinder, zählen zudem eine Schulküche, eine Aula, das Gebäude der Schwestern, zwei ‚boardings‘, ein ‚greenhouse‘, ein Spielplatz, inkl. Fußballfeld, das Gästehaus und eine Art Müllverbrennungsanlage. Während unserer ‚Abwesenheit‘ wurde im letzten Jahr die Mensa fertiggestellt.

Die neue Schulmensa.

Ebenfalls im letzten Schuljahr konnten viele Patenschaften geworben werden, für die sich Sr. Rashmi mit eigenen Worten bei uns bedankt:

"Our mission for the Maasai community is a challenging one. But we are very happy about all that we are able to do here because of wonderful and generous people like you who support our mission. All the help we have received during the past ten years is numerous, including all the construction work and all the sponsorship programs. Only our good God can reward you for touching so many lives and giving new hope to those who were far away from all developments! Our school motto says,' Lead me from darkness to light' . Indeed each one of you has become a light bearer for many families! May God bless you!"

Alle Kinder auf diesem Foto können aufgrund einer Patenschaft die Osotwa-School besuchen, links Sr. Rashmi und rechts Sr. Winfred.

 

Bewirkt hat dieses Projekt einiges. So haben viele Massai-Kinder Bildungschancen erhalten und soziale Gemeinschaft erleben dürfen, denen dieses so nicht möglich gewesen wäre. Einige von ihnen besuchen mittlerweile eine ‚Secondary-School‘, z. B. in Arusha, mit Blick einen Beruf zu erlernen. Im Schulalltag einen strukturierten Tag mit einer warmen Mahlzeit zu erhalten, darf in der Simanjiro-Ebene ebenso als Privileg gesehen werden und stellt keine Selbstverständlichkeit dar. Auf der zwischenmenschlichen Ebene durften sich zwei sehr unterschiedliche Kulturkreise intensiv kennenlernen und unzählige Erfahrungen sammeln, die man so schnell nicht vergessen wird.

Text: P. Gövert