Tansania-Projekt 2019, Woche 1 (06.10.-13.10.19)

Nun sind wir schon eine Woche unterwegs und das Chaos hat sich etwas gelegt. Am Sonntagmittag ging es, wie gewohnt, vom Coesfelder Bahnhof nach Frankfurt, wo wir auf unsere neunte Person warteten. Währenddessen stellten sich die ersten Probleme dar: Übergepäck. Nach der Nachzahlung konnten wir vollzählig in den Flieger nach Äthiopien steigen, denn auch Schwester Almuth überstand die Drogen- und Sprengstoffkontrolle erfolgreich. Der zweite Flug verlief problemlos bis zur Kofferausgabe am Kilimanjaro Airport. Die Endkontrolle war durch Peters musikalischen Ablenkungskünste mit dem Akkordeon kein Problem. Dort erwartete uns Mike, der uns zum Spiritan House nach Arusha brachte, welches unsere Unterkunft für die nächsten 2 Nächte war. Auf dem Weg vom Flughafen nach Arusha durften wir erste Eindrücke über die Kultur und Natur Tansanias erfahren. Arusha bot viele Einblicke in den Lebensstil der Afrikaner. So besuchten wir z.B. einen großen Lebensmittelmarkt, einen Massai-Markt und ein Restaurant. Dabei waren wir beeindruckt von den vereinfachten und unkomplizierten Lebensumständen.
Den letzten Abend ließen wir in einer örtlichen Pizzeria ausklingen, bevor es am Mittwochmorgen mit einer dreistündigen Jeep-Fahrt um 9 Uhr weiter nach Loibor-Siret gehen sollte. Diese startete leicht verzögert, da das nächste Problem mit den Koffern auftauchte. Zu 9. guckten wir zu, wie die beiden Jeep-Fahrer (mit Handgepäck) 20 Koffer tetris-artig in 2 Jeeps verstauten. Dabei mussten sie darauf achten, die Spendenkoffer für die Krankenstation (2. Stopp) griffbereit zu verstauen. Als wäre das noch nicht Herausforderung genug gewesen, waren da noch unsere Einkäufe… Alles und alle geschafft, aber es konnte losgehen… dachten wir…
Der erste Stopp war das Schwesternhaus in Arusha, in dem wir freudig mit Trommeln und Gesang begrüßt wurden. Unser Plan war es nur eben Schwester Winniefred abzuholen… Aber wie konnte es auch anders sein, machte uns wiedermal das Gepäck einen Strich durch die Rechnung. Schwester Winniefred ließ ihr Gepäck von 10 Schwestern bringen. Da unsere Jeeps schon gut bepackt waren, nahmen ihre Koffer den öffentlichen Bus.
Aber jetzt schnell nach Loibor-Siret… Träumte der schlafende Peter. An der Krankenstation kam deshalb nur ein Jeep mit 8 Leuten an. Genau. Ohne Spendenkoffer. So bleibt uns ein zweiter Aufenthalt dort nicht verwehrt.
Mit dem Ausladen der Jeeps an unserer Endstation in Loibor-Siret, an der Notre-Dame Schule, nahm das Chaos sein Ende.
Wir genossen die ersten Tage, nahmen Kontakt zu den Kindern auf und durften sogar an der ersten Entlassungsfeier der Schule teilnehmen.
Auf dem einstündigen Fußweg zur Kirche, am Sonntagmorgen, wurden wir von den Kindern der Schule begleitet, die uns Afrikas Tierwelt näherbrachten. Der zweieinhalbstündige Gottesdienst ging aufgrund der musikalischen Begleitung schnell vorbei. Der Rückweg wurde uns durch einen zufälligen Treckertransport vereinfacht.

Wir freuen uns auf die kommende Zeit, die nach so einer herzlichen Begrüßung nur gut werden kann.

Text: R. Buß, L. Anis, S. Schenkel, A. Fehmer

Fotos: P. Gövert