"backstage"-

SchülerInnen der Liebfrauenschule gehen den ökumenischen Jugendkreuzweg

backstage. Ein Wort, das Fanherzen höherschlagen lässt. Denn ein Backstage-Pass erlaubt, dass Räume hinter der Bühne und gar die Bühne selbst betreten werden können. Plötzlich sind Räume zugänglich, die es vorher nicht waren.

Mit dem Ökumenischen Kreuzweg der Jugend geht es dieses Jahr backstage. Wir schauen hinter die Kulissen und erleben das Making-of eines Theaterstücks. Wir gehen auf die Bühne, stehen im Rampenlicht, sprechen mit der Regie und versuchen, unsere eigene Rolle auf der Bühne zu bestimmen.

Um welche Bühne geht es? Welches Theaterstück wird überhaupt gespielt? Natürlich geht es um den Kreuzweg Jesu Christi, Sein Leiden, Sterben und Auferstehen. Es geht um Seine Person, Seine Worte und Taten und was sie mit uns machen. Damit dreht es sich auch um unser Leben und unsere Fragen. Wir sind dazu auf einer ganz besonderen Bühne zu Gast.

Diesen Kreuzweg sind Schülerinnen und Schüler der Liebfrauenschule gegangen. Sieben Stationen waren im Schulgebäude aufgebaut .Die Kreuzweg-Stationen boten die Möglichkeit, sich mithilfe von Impulsfragen auseinanderzusetzen. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihre Gedanken zu den jeweiligen Stationen auf Karteikarten schreiben und an Pinnwände heften, sodass jede Station persönliche Haltungen widerspiegelte. Die Auseinandersetzung mit den existentiellen Fragen war sehr intensiv. Hierzu lud auch die Struktur von backstage ein, das Gebet dieses Kreuzwegs zum eigenen Kreuzweg zu machen.

Im Meditationsraum war eine Abendmahlszene aufgebaut, die zum Innehalten einlud. Die Schülerinnen und Schüler konnten an diesem besonderen Tisch Platz nehmen.

Er hat uns alle

an einen Tisch gebracht,

unter den nichts fallen kann,

von dem nichts gefegt und

über den niemand gezogen wird.

Er hat uns alle

an seinen Tisch gebracht,

damit vom Tisch kommt,

was uns trennt und wir

reinen Tisch machen können

mit ihm und mit uns.

(aus Tobias Petzoldt, „Ein für alle Mal“)


 

Text: Ricarda Meis-Kunze, Klaudia Dederichs

Fotos: I. Brefeld