Neu: Die Praxisintegrierte Ausbildung (PiA) an der Liebfrauenschule Coesfeld

Mit der Einführung der praxisintegrierten Ausbildung (PiA) zur Erzieherin/zum Erzieher bietet die Liebfrauenschule Coesfeld eine Ergänzung zu unserem vollschulischen Ausbildungsgang an der Fachschule für Sozialpädagogik. Der bisherige und auch weiterhin angebotene Weg geht über die vollzeitschulische Form – also zweijährige Fachschule und anschließendes Berufspraktisches Jahr.
Die neu angebotene Ausbildungsform der Praxisintegrierten Ausbildung (PiA) verschmilzt die fachtheoretischen Inhalte und die Praxisphasen. Mit dem Abschluss ist die Summe des Unterrichts und der berufspraktischen Anteile beider Ausbildungswege nahezu identisch.
„2 Jahre vollzeitschulisch plus ein Jahr Praxisphase werden in der PiA ersetzt durch ein tageweise wechselndes Modell. Ähnlich einer dualen Berufsausbildung sind die Studierenden an zwei bis drei Tagen pro Woche an der Liebfrauenschule und an den restlichen Tagen in der Einrichtung“, erläutert Christoph Knoke, Koordinator für die Bildungsgänge der Fachschule an der Liebfrauenschule Coesfeld.
Die praktische Ausbildung findet dabei über die gesamte dreijährige Ausbildungsdauer in derselben Einrichtung statt. Die Studierenden erhalten eine Ausbildungsvergütung und einen jährlichen Urlaubsanspruch nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen.
„Bei der praxisintegrierten Ausbildung (PiA) zur Erzieherin/zum Erzieher handelt es sich um ein attraktives Ausbildungsmodell, das auch bei Menschen, die den Erzieher/-innen-Beruf bisher nicht im Blick hatten, auf großes Interesse stößt. Damit können wir das Ausbildungsangebot der Fachschule für Sozialpädagogik an der Liebfrauenschule Coesfeld gut ergänzen“, so Ulrich Pischke, Schulleiter der Liebfrauenschule. Dabei legt Pischke Wert darauf, dass es sich nicht um eine verkürzte oder reduzierte Ausbildung handelt, sondern um eine wirklich gleichwertige Variante. Die Unterschiede liegen in der Aufteilung der Praxisphasen und darin, dass bei der praxisintegrierten Form zunächst eine Einrichtung gefunden werden muss, da entgegen der vollschulischen Ausbildung PiA nur funktioniert, wenn ein Schul- und ein Praxisplatz vorhanden sind: So ist der Nachweis eines Praktikumsplatzes für drei Jahre bei einem anerkannten Träger der Kinder- und Jugendhilfe erforderlich.
Für die Studierenden ist die Anmeldung unterschiedlich: In der bewährten Form bewerben sie sich um einen Schulplatz an der Liebfrauenschule. Bei der PiA suchen und bewerben die Studierenden sich zunächst bei einer Einrichtung und erst im zweiten Schritt an der Liebfrauenschule.

Aufnahmevoraussetzungen:
Voraussetzungen für die Aufnahme in die Fachschule für Sozialpädagogik sind:

* Fachoberschulreife und eine abgeschlossene berufsqualifizierende Ausbildung wie
Staatlich geprüfte/r Kinderpfleger/in, Sozialassistent/in
* Fachhochschulreife im Sozial- und Gesundheitswesen oder
* Hochschulzugangsberechtigung (Fachhochschulreife oder Abitur), wenn fachspezifische berufliche Tätigkeiten nachgewiesen werden bzw. ein einschlägiges Jahrespraktikum (mind. 900 Stunden zusammenhängend)