Holzkreuze für jedes Klassenzimmer - eine Qualifizierungsmaßnahme des Interkulturellen Begegnungsprojekte e.V. (IBP)


Der Interkulturelle Begegnungsprojekte e.V. führt berufliche Qualifizierungsmaßnahmen für das Jobcenter des Kreises Coesfeld durch und bereitet langzeitarbeitslose und arbeitsmarktferne Menschen auf eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt vor. Im Rahmen einer Qualifizierungsmaßnahme für soziale und berufliche Integration im nördlichen Kreisgebiet Coesfeld wurden mit gemeinnützigen und sozialen Trägern oder in Gemeinschaftseinrichtungen durch die Teilnehmer*innen der Maßnahme unterschiedlichste Projektarbeiten durchgeführt. So setzten die Teilnehmer*innen auch die Planung und Herstellung von 110 Holzkreuzen für jeden Klassenraum der Liebfrauenschule Coesfeld um und übergaben diese nun am Ende der Maßnahme an die Schule.

Bei der Durchführung dieses Projektes erprobten die TeilnehmerInnen sich vor allem in ihrem handwerklichen Geschick und ihrer Kreativität. Zu Beginn des Projektes fand eine Begehung der Liebfrauenschule statt, um einen Austausch zwischen den Teilnehmer*innen und der Schule zu ermöglichen. Auf Wunsch der Liebfrauenschule wurden die Holzkreuze in Anlehnung an das Schulkreuz erstellt. Die Teilnehmer*innen bekamen dadurch die Möglichkeit den Altar der Liebfrauenschule zu besichtigen und konnten so den Zusammenhang mit den zu erstellenden Kreuzen erkennen. Im Schulkreuz der Liebfrauenschule wurde der Leit- und Lebenssatz der Ordensgründerin der Schwestern Unserer Lieben Frau, Julie Billiart, in einer bildhauerischen Arbeit von dem Künstler Klaus Hack umgesetzt. 
Julie Billiart lebte von 1751 bis 1816 und war eine ausgezeichnete Pädagogin und Katechetin. Ihr Leitwort war „Wie gut ist der gute Gott“. Die Erfahrung des Kreuzes begleitete ihr Leben.
Klaus Hack hat die Worte der Ordensschwester in seine Formensprache übersetzt. Das entstandene Werk - ein Vier-Flügel-Altar, aus Pappelholz, weiß gefasst - ist in geschlossenem Zustand als Kreuz und in geöffnetem Zustand als skulpturaler Altar zu begreifen. Im geschlossenen Zustand ist durch das Fugenbild der vier Außenkästen ein lineares Kreuz wahrzunehmen. Durch das Aufklappen des Altars werden nach und nach fünf skulpturale Motive und das Schriftbild sichtbar. Es sind die sieben Wörter Zuversicht, Hoffnung, Gerechtigkeit, Mut, Freiheit, Liebe und Friede sowie ihre Worte “Wie gut ist der gute Gott“. In den fünf Motivkästen hat sich der Künstler diesen Wörtern und dem Zitat angenähert.
Schließt man den Flügelaltar, dann bildet er ein reduziertes Kreuz. Dieses reduzierte Kreuz ist das Kreuz für die Klassenräume der Liebfrauenschule Coesfeld.

Mit der Projektarbeit in Kooperation mit der Liebfrauenschule endet ein positiver Arbeitsprozess mit den Teilnehmer*innen, der u.a. weitere Projektarbeiten an Kindergärten und Kirchengemeinden beinhaltete. Trotz positivem Verlauf des Maßnahmeangebotes und noch weiterer Projektanfragen durch mögliche Kooperationspartnern, war eine Fortführung des Angebotes seitens des Jobcenters nicht möglich.