Gottesdienst zur Eröffnung des Schuljahres 2017/18

Am Dienstag, 12.09.2017 fand ab 11.30 Uhr der Eröffnungsgottesdienst für das Schuljahr 2017/18 in der Jakobikirche statt.

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Die gesamte Schulgemeinschaft war herzlich eingeladen, an diesem Gottesdienst teilzunehmen.

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Das Thema des Gottesdienstes lautete: " Wozu bin ich auf der Welt?

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Dechant Hammans begrüßte zunächst  die Schulgemeinde zum Eröffnungsgottesdienst des Schuljahres 2017/18.

Der Gottesdienst war von Studierenden der SPUb und Frau Dederichs vorbereitet worden.

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Frau Dederichs leitete mit den folgenden Worten in den Gottesdienst ein:

"Sie haben die Aufgabe, ein Drehbuch für einen Film zu schreiben mit dem Titel: Wozu bin ich auf der Welt? Der Film erzählt von ihrem bisherigen Leben, von der Sinnsuche, ihrer Lebensaufgabe. Wird es eine Komödie, ein Drama, eine Liebesgeschichte, ein Krimi oder ein Zeichentrickfilm? Wozu lebe ich? Das ist die große Sinnfrage? Vielleicht lohnt es sich zu Beginn des Schuljahres sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen. Die Studierenden der Fachschule für Sozialpädagogik haben für sich Antworten auf diese Frage gefunden. Wozu lebe ich? Durch unsere Geburt wurde uns das Leben geschenkt und dieses Leben gilt es nun auszufüllen.

Wir sehen gleich zu der Sinnfrage eine Installation und ein musikalisch untermaltes Video. Nicht nur die Studierenden der SPUb stellen die Frage nach dem Sinn des Lebens, sondern auch der palästinensische Künstler und Fotograf Raafat Hattab.

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Das Video zeigt, wie er Wasser aus einem Brunnen schöpft, zu einem Olivenbaum läuft, ihn wässert und pflegt. Zu dem Lied eines libanesischen Sängers folgt die Kamera dem Künstler wenige Minuten. Es ist eine an Metaphern reiche Szene, mit Elementen aus der Natur - Baum, Blättern, Wasser und der betonierten Stadtlandschaft, ein Symbol für den nicht endenden Konflikt zwischen Israel und Palästina. Auf die Frage „Wozu lebe ich?“ antwortet der Künstler: Ich will mich nicht einfach treiben lassen, sondern etwas kontinuierlich pflegen und erhalten. Darin liegt für mich der Sinn des Lebens. Der Olivenbaum steht für mein Volk, für meine Träume. Auch wenn in schwierigen Situationen alles hoffnungslos erscheint, setze ich meine Hoffnung auf die Zukunft, auf das Wachstum der Pflanze, die ich wässere und hege. Damit beantworte ich für mich die Frage, wozu ich auf der Welt bin."

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Kreative Umsetzung der Studierenden der SPUb als Antworten auf die Frage: Wozu bin ich auf der Welt?

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 Studierende gehen zu den einzelnen Spiegeln, Klaviermusik, betrachten sich in Stille......Anonyme Frage: Wozu bin ich auf der Welt?

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Die Gottesdienstbesucher sehen sich im Spiegel: Und wozu bist du auf dieser Welt?

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1. Ich bin auf der Welt, weil ich nach wahrem Glück strebe. Ich möchte das Leben leben mit all meinen Sinnen und es in voller Pracht genießen.

2. Ich bin als Entdecker des Lebens auf der Welt. Für die unzähligen Momente von denen ich noch nichts weiß. Aus Freude an dem Ungewissen, um zu teilen und Teil zu haben.

3. Ich bin auf der Welt, um mich daran zu erfreuen, dass ich bin und dass meine Gedanken und mein Handeln etwas in anderen Menschen bewegt. Ich möchte politisch sein, mich für die Ungerechtigkeiten in der Welt und Gesellschaft einsetzen.

4. Ich bin auf der Welt, um ein erfülltes Leben zu führen. Ich möchte immer wieder neue Menschen kennen lernen, viel erleben ohne ein wirkliches Ziel vor Augen zu haben.

5. Ich bin auf der Welt, weil ich für Kinder und Jugendliche da sein möchte. Meine Wünsche und Ziele sind, dass ich mit ihnen lebe, sie begleite, sie berate und unterstütze. Daran hängt mein Herz.

6. Ich bin auf der Welt, um das, was ich in mir trage, zu fühlen und zu leben.

7. Ich bin auf der Welt, weil der Sinn meines Lebens das Leben selbst ist.

 

Aufbrechen:

unterwegs zu einem Ziel sein.

Aufbrechen:

Altes hinter uns lassen.

Aufbrechen:

Zukunft beginnen.

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Zwischengesang von Sandra Döring (AHE 12b): „Ich bin ein Wanderer“

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...unterstützt von der Lehrerband.

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Der Gottesdienst endete mit dem Segensgebet von Frau Dederichs:

Guter Gott,

wir beginnen ein neues Schuljahr.

Vieles bewegt uns. Wir legen es in deine Hände:

Unsere Hoffnungen und Unsicherheiten,

Vorfreude und Ängste,

Zuversicht und Unwissenheit.

Du sagst uns zu,

dass der Aufbruch sich lohnen wird.

Du willst mit uns auf dem Weg sein.

Wir bitten dich um deine Führung

und deinen Segen

für uns und die Menschen,

die uns am Herzen liegen,

dass wir als Gesegnete in dieses neue Schuljahr gehen.

 

Fotos und Text: G. Emmerich