Aschermittwoch 2016
 

Der diesjährige Gottesdienst am Aschermittwoch zum Thema "Steh auf!" fand am Mittwoch, 10.02.2016 ab 10.00 Uhr in der Jakobikirche statt. 

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Die gesamte Schulgemeinde war zum Empfang des Aschekreuzes eingeladen.

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Frau Dederichs eröffnete den Aschermittwochsgottesdienst 2016 und begrüßte die Schulgemeinde:

"Im Mittelpunkt unseres Gottesdienstes steht heute das Symbol der Asche und des Aschenkreuzes. Woran denken wir, wenn wir das Wort „Asche“ hören?

Asche erinnert an Tod, an Zerstörung. Es gibt Situationen in unserem Leben, Augenblicke, in denen wir resignieren, in denen es uns nicht gut geht, am liebsten möchten wir nicht mehr aufstehen, nicht mehr weitergehen, so wie wir es gleich hören werden im Buch der Könige. In diesem Buch ist die Rede von einem Menschen namens Elija.

Elija ist am Ende. Er hat keine Lust und keine Kraft mehr. Er ist um sein Leben gerannt. Einen Tag lang durch die Wüste. Er kann nicht mehr, er ist allein. Völlig erschöpft will er nichts mehr hören und nichts mehr sehen. Alles ist zuviel geworden. Er ist ausgebrannt, kaputt, fertig mit sich, mit Gott, mit der Welt. Sein Traum, es besser zu machen als seine väterlichen Vorbilder, ist verflogen. Er sehnt das endgültige Ende, den Tod herbei.

Elija legt sich hin, schläft. Er will nicht mehr aufwachen im Hier und Heute, sondern erst im Jenseits. Aber es kommt anders. Ein Engel nimmt Kontakt mit dem Schlafenden auf. Elija wird berührt. Der Lebensmüde findet Brot und einen Krug mit Wasser, hungrig isst und trinkt er. Gott gibt nicht auf. Elija wird aufgehoben. Er kann neu aufstehen.

Vielleicht kennen Sie selbst solche Situationen, Augenblicke, in denen Sie nichts mehr hören und sehen möchten. Daran erinnert uns die Asche auf der Stirn, die wir nachher empfangen. Damit wird uns gesagt: Wir glauben, dass es einen gibt, der zu mir steht, der mich wieder aufhebt, auch wenn es mir dreckig geht, auch wenn in meinem Leben manches schief läuft. Sein Zeichen ist das Kreuz. Vor ihm dürfen wir sein, wie wir sind.

Das Kreuz ist für uns Christen das Zeichen dafür, dass die Asche in unserem Leben und dass schließlich auch der Tod, nicht das letzte Wort behalten. Asche - Zeichen für die Augenblicke, in denen es uns dreckig geht, -. und das Kreuz - Zeichen für die Zusage: Ich stehe zu dir. Beide gehören zusammen." 

 

Asche erinnert mich an meinen grauen Alltag, an die Wüsten in meinem Leben, an meine Traurigkeiten.

 

Asche erinnert mich aber auch an die Verwüstungen, die ich durch mein Verhalten anderen gegenüber verursache.

 

Asche erinnert mich an die abgestorbenen Möglichkeiten, die eigentlich in mir stecken und nur darauf warten, neu aus der Asche wachsen zu dürfen.

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Impuls zur Installation:

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Installation: SchülerInnen der AHE 11a decken einen Tisch mit Brotschalen und Wasserkrügen (1 Kön 19,6)

(siehe Bildergalerie unten)

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Pfarrdechant Arntz

Gott, auf deine Treue verlassen wir uns, an deinem Wort machen wir uns fest.

Mit dir treten wir ein in den heiligen Zeitraum der 40 Tage, deine Nähe feiern wir, jetzt und in Ewigkeit. Amen.

 

Gott segne uns,

damit wir nicht nur die lauten Töne hören,

von denen es in unserer Welt so viele gibt,

damit wir viel mehr durch das leise Säuseln

seines Geistes vernehmen, der weht, wo er will.

 

Gott segne uns,

damit die Hoffnung auf Gerechtigkeit und Liebe,

die Sehnsucht nach Zärtlichkeit und Frieden

wie auf Flügeln zu uns komme.

 

Gott segne uns,

damit wir vom Wind der Zukunft ergriffen werden,

der uns dorthin führt,

wohin wir mit eigener Kraft nicht gelangen können.

Gottes Segen begleite uns durch die Fastenzeit und durch den Alltag. Amen.

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Ein Trotzdem Tag

 

dunkle Nacht

Resignation

enttäuschte Liebe         trotzdem

 

Lasten des Alltags

Ratlosigkeit

 Mutloswerden              trotzdem

 

Ziellosigkeit

 Angst                            trotzdem

 

Abgründe

Zerrissenheit

 Ausweglosigkeit           trotzdem

 

Egoismus

 Fesseln                          trotzdem

 

Misstrauen

Eifersucht

 Lüge                              trotzdem

 

Barrikaden

 Verlorenheit                  trotzdem

 

Pessimismus

Zwietracht

 Generationenkonflikt    trotzdem

 

Sinnlosigkeit

 Hoffnungslosigkeit        trotzdem

 

Frust

Kraftlosigkeit

Wortbrüche

 Untreue                           trotzdem

 

und über allem steht        trotzdem

 

(Quelle unbekannt)

 

Fotos und Text: G. Emmerich

Gottesdienstentwurf: K. Dederichs

 

Bildergalerie zur Installation: 

SchülerInnen der AHE 11a decken einen Tisch mit Brotschalen und Wasserkrügen (1 Kön 19,6)