Abschlussfeier der Fachschule für Heilerziehungspflege (Schulform) 2019

„HEP HEP HURRA“, war das Motto der Abschlussfeier der Fachschule für Heilerziehungspflege-Schulform in der festlich geschmückten Turnhalle.

Alle Anwesenden wurden durch Jona Vollmer (HEP SO a) begrüßt, und er führte im weiteren Verlauf als Moderator in souveräner Art durch die Veranstaltung.

Die offizielle Ansprache hielt Christoph Knoke als Koordinator der Fachschulen. Er ging auf die Behindertenrechtskonvention ein, in der Grundsätze wie Gleichstellung, soziale Inklusion, Selbstbestimmung, Nichtdiskriminierung und gesellschaftliche Teilhabe gefordert würden. Ergänzend dazu zitierte er aus dem Leitbild katholischer Fachschulen: „Die Würde des Menschen ist unabhängig vom Grad möglicher Einschränkungen oder Behinderungen. Die individuelle Besonderheit ist ein Wesensmerkmal allen Menschseins.“

Im weiteren Verlauf des Vortrags stellte Knoke diesen Ansprüchen die gesellschaftliche Realität und die Gefahren der Exklusion und Aussonderung gegenüber. Am Beispiel der öffentlichen Diskussion über den vorgeburtlichen Gentest auf Trisomie 21 stellte er nachdenkliche Fragen in den Raum. Wie könne es sein, dass sich viele Frauen das Leben mit einem behinderten Kind nicht zutrauen würden? Warum gelte Behinderung als Armutsrisiko? Wieso fühlten sich betroffene Eltern isoliert?“

Vor dem Hintergrund dieser Fragen machte Knoke deutlich, wie wichtig das Berufsbild und die Arbeit des Heilerziehungspflegers sei. Er hoffe, dass die Absolventen an der Liebfrauenschule neben fundierten fachlichen Kenntnissen auch Haltung und Werte vermittelt bekommen hätten, um als professionelle Fachkräfte eine „Basis gelingender Inklusion“ in den vielfältigen Arbeitsfeldern der Behindertenhilfe darzustellen.

In den Schülerbeiträgen erinnerten Jona Volmer und Claire Gottheil (HEP SO a) und Rebecca Buß und Caroline Nienhaus (HEP SO b) in humorvoller Art an Themen und Fachbegriffe ausgewählter Fächer, an außergewöhnliche Ereignisse im Unterricht oder an außerschulische Aktionen.

Die beiden Klassenlehrer Christoph Knoke und Christiane Pennekamp griffen in ihrem Beitrag die Leitbegriffe der Behindertenhilfe (z. B. Normalisierungsprinzip, Empowerment, Sozialraumkonzept, Case-Management) auf und bezogen sie in witziger Weise auf Gegebenheiten der Eigenheiten der beiden Klassen.

Den Abschluss der Feier bildete dann die Übergabe der Zeugnisse. Mit ihren Zeugnissen erhielten alle Schüler einen kleinen Stempel, der Worte enthielt wie „weiter so“, „spitze“, „prima“ oder „super“.

Text und Fotos: J. Möllers