3. Bericht des Tansania-Projektes 2018

Auch die letzte Woche war für uns wieder sehr ereignisreich.
Auf der Baustelle hat sich noch einmal einiges getan, wir haben überwiegend Beton gemischt und damit das Fundament fertig gegossen, sowie das Schulgebäude neu gestrichen.

Als allerdings die Wasserreserven im Gästehaus zur Neige gingen, waren es für uns ein kleiner Schock, aber da im letzten Jahr bereits die Wasserleitungen gelegt worden sind, war es kein Problem die Wassertanks so schnell wie möglich wieder zu befüllen.

Am Mittwoch hat Isaac der Bauleiter uns zum Abendessen eingeladen. Wieder einmal hat uns die tansanische Küche richtig gut geschmeckt.
Am Donnerstagabend haben die Schwestern für uns einen Gottesdienst gehalten und gekocht. Es war ein besonders bewegender Abend, da der Gottesdienst sehr emotional und persönlich gestaltet war. Mit ihren Gesangseinlagen und dem Bongospiel haben uns die Schwestern wieder einmal bewiesen, dass sie
richtig Rhythmus im Blut haben.
Da es für uns am Sonntagmorgen schon um 7 Uhr losgehen sollte, haben wir am Samstag bereits unsere Sachen gepackt und das Gästehaus winterfest gemacht. Zwischendurch hatten wir noch die Gelegenheit mit den Kindern vom Boarding zu spielen. Sie haben uns ihre Lieblingsspiele, wie Basketball und Seilchenspringen gezeigt. Schnell hat sich herausgestellt, dass die Kinder die afrikanische Sonne weitaus besser aushalten als wir, die schon nach 10 Minuten aus der Puste waren...

Ein weiteres Highlight war das Abschiedsfest der Bauarbeiter. Zum Dank schenkt der Verein „Dialog hilft Kindern in der Einen Welt“ den Bauarbeiten jedes Jahr eine von den Schwestern zubereitete Ziege. In einem der Klassenräume wurde das Buffet aufgebaut, und da es dort keinen Strom gibt, haben wir Kerzen aufgestellt – ein richtiges tansanisches Candle-Light-Dinner.
Zum Abschluss des Festes haben uns die Bauarbeiter einen traditionellen Tanz mit Gesangseinlage vorgeführt, die Stimmung war richtig toll, wir haben zusammen gelacht, gegessen und gesungen.

Am Sonntag sind wir bereits sehr früh aufgestanden und konnten zum ersten – und leider auch zum letzten Mal den wunderschönen Sonnenaufgang bestaunen, da es sonst immer stark bewölkt war.

Dann ging es in den Tarangire National Park auf Safari.
Das war für uns alle ein einmaliges Erlebnis.
Wir haben unglaublich viele Tiere beobachten können, Elefanten, Zebras, Giraffen, Antilopen, Warzenschweine, Löwen, sogar einen Gepard und viele mehr.

Besonders beeindruckend waren die riesigen Elefantenherden von bis zu 30 Tieren, inklusive Jungtieren, die sich unmittelbar vor unserem Jeep aufgehalten haben.

Eine weitere Besonderheit war die grüne Oase in Mitten des Nationalparks, die sich über mehrere Kilometer erstreckte. Hier hielten sich Tiere verschiedenster Arten auf und wir konnten sogar Elefanten beim Planschen zuschauen. Dieses Phänomen hat die regnerische Woche wieder wettgemacht, denn sonst hätte sich uns sicher nicht so ein atemberaubender Anblick geboten.

Nach der Safari ging es zurück nach Arusha, zum Abschluss haben wir uns in einem Restaurant Pizza bestellt, auf die wir uns schon sehr gefreut hatten (obwohl man sagen muss, dass wir wirklich jeden Tag total lecker gekocht haben).

Am letzten Tag hatten wir noch einmal die Möglichkeit uns auf dem Massai-Markt in Arusha mit Souvenirs einzudecken.
Anschließend wurden wir herzlich mit Gesang und Bongospiel im Hauptsitz der Notre-Dame Schwestern empfangen. Diese haben ein köstliches Mittagsessen vorbereitet und uns auf ihrem Gelände herumgeführt.

Dann hieß es für uns auch schon Abschied nehmen und ab zum Flughafen.
Mit vollen Koffern, Mägen und Erfahrungen fürs Leben ging es zurück nach Deutschland.

Wir sind wirklich stolz, dass wir Teil dieses tollen Projekts sein durften, auf das, was wir auf der Baustelle erreicht haben und dass wir die Menschen vor Ort unterstützen konnten.
Für diese unvergessliche Zeit, all diese unglaublichen Eindrücke und Erlebnisse sind wir mehr als dankbar.

Die Tansania-Truppe 2018

Text: Tabea Harders

Fotos: Tabea Harders und Petra Gövert