Die Liebfrauenschule ist „Fair Trade School“

„Wir können nicht den Handel auf der ganzen Welt verändern, aber wir können ein Stück in die richtige Richtung gehen“, sagte Ansgar Plaßmann, stellvertretender Schulleiter der Liebfrauenschule am Donnerstag, 22.03.2018 bei der feierlichen Überreichung der Urkunde zur „Fair Trade School“.

Stolz nahmen die verantwortlichen Lehrerinnen Stefanie Reckers, Pera Gövert und Julia große Austing gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern die Auszeichnung entgegen.

Es ist ein kleiner Schritt, der Großes bewirken kann. Seit dem Gründungstreffen am 25.10.2016 setzen sich Schülerinnen und Schüler aller Bildungsgänge und Lehrerinnen und Lehrer gemeinsam für den fairen Handel ein. Ein Kurzfilm zeigte den Gästen in der Aula, was „Fair Trade“ bewirken kann, und welche Bedeutung es für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen und Arbeiter hat. Carsten Elkmann vom Verein „TransFair e.V.“ formulierte es in seiner Rede so: „Wir können entscheiden, was wir kaufen und so Teilhabe und Entwicklung ermöglichen“. Er erzählte von eigenen Beobachtungen, die er in Peru auf einer Kaffeeplantage gemacht habe: „Die Menschen können davon nicht leben“. Die Arbeitsbedingungen seien katastrophal, oft gebe es Versklavung und Kinderarbeit. Nur gemeinsam könne man daran etwas ändern – unter anderem mit dem Kauf fairer Produkte. Mit Hilfe des Fair-Trade-Siegels können Verbraucherinnen und Verbraucher erkennen, welche Lebensmittel zu fairen Konditionen gehandelt werden. Sie unterstützen so die Menschen vor Ort, sichern unter anderem angemessene Arbeitsbedingungen und einen fairen Lohn, zudem die Schulbildung der Kinder. Auch für die Beteiligten in der Liebfrauenschule ist es wichtig, auf das Fair-Trade-Siegel und seine Bedeutung aufmerksam zu machen. „Wir wollen das Siegel bekannter machen und die Menschen dazu bringen, sich stärker mit dem Thema „Fairer Handel“ auseinanderzusetzen“, erklärt Max Breitkopf, Mitglied der AG. Auch nach der Verleihung konnten sich die Gäste an Ständen informieren und die Veranstaltung mit fair gehandeltem Kaffee und weiteren Leckereien ausklingen lassen. Die Arbeitsgemeinschaft hat für die Zukunft einen sogenannten „Kompass“ entwickelt. Erste Pläne wurden schon umgesetzt: So werden in der Schule fair gehandelte Produkte verkauft, auch der Kaffee im Lehrerzimmer trägt das Fair-Trade-Siegel. Die T-Shirts der Abschlussklassen sollen zukünftig ebenfalls aus fairem Handel stammen. Bei vielen Schulveranstaltungen hat die AG schon mit Ständen, Produkten und Informationsmaterialien auf das Thema „Fair Trade“ aufmerksam gemacht. Auch im Fachunterricht ist das Thema angekommen – ob in Englisch, Politik, Gesellschaftslehre mit Geschichte oder Religion. Und das nächste Projekt steht schon in den Startlöchern: Vor den Sommerferien soll es eine „Faire Woche“ geben mit vielen Aktionen.

Fotos und Text: J. Kahn