Bericht vom Tansania-Projekt 2017, Teil 1

Die erste Woche:

Die ersten paar Tage in Tansania sind absolviert - bisher läuft alles wie am Schnürchen. Nach fast 24-stündiger erster Reiseetappe sind wir wie geplant am Montag kurz nach Mittag am Kilimanjaro-Flughafen gelandet.

Dieses Jahr sind wir eine große Gruppe: Insgesamt neun Leute: Sr. Almuth, Peter Junk (Dialog), Martin Ohlmann (Dialog), Saskia Borgert, Elif Kayan, Arne Klingenhagen, Julius Eltermann, (SchülerInnen) Petra Gövert (Lehrerin) und André Hinken (Lehrer). Die Gruppengröße passt aber auch zu unseren Vorhaben in diesem Jahr: Es sollen wie immer zwei Klassenräume gebaut werden, zusätzlich ein Brotbackofen, ein Internatshaus (bis das Geld alle ist) sowie diverse Maler- und Reparaturarbeiten durchgeführt werden.

Als wir in Osotwa Boma ankommen, hat sich auf der Baustelle bereits viel getan: Es gibt nun eine zentrale Verbindungsstraße mitten auf dem Gelände, einen Basketballplatz sowie drei (!) neue Beton-Grundplatten. Auf den Fundamenten der Klassenräume und denen des Mädcheninternats wird bereits gebaut, die Platte für das Wohngebäude der Jungs ist noch leer.

Die ca.12 Bauarbeiter tragen allesamt orangene Overalls und schichten fleißig Steine aufeinander. Wir werden uns für die Arbeit auf beide genannten Baustellen aufteilen.


Bereits in der ersten Woche ziehen die Bauarbeiter und die Schulgruppe die Klassenräume bis zur oberen Dachverschalung hoch und die Mauer des Mädchenwohnheims bis zur Hälfte. Da uns bei der Geschwindigkeit am Freitag schon die Steine ausgehen, planen wir kurzerhand für den Samstag das erste Kinderfest. Seilchen springen, Ketten basteln, Mandalas malen, Schminkaktion und auch Fußballspielen kommen richtig gut bei den Kindern an. Sie strahlen über das ganze Gesicht.

Am Nachmittag geht es dann zum ersten Mal in die umliegenden Bomas um zu sehen, wie die Massai leben. Das hat bei den Erstreisenden einen tiefen Eindruck hinterlassen. Am Sonntag sind wir dann eine Stunde zu Fuß zum Gottesdienst nach Loibor Sirret gelaufen, Dieser dauert drei Stunden, findet unter freiem Himmel statt und es wird sehr viel gesungen – ein echtes Erlebnis.


Die zweite Woche:

Nun neigt sich schon die zweite Woche dem Ende entgegen und wir haben uns nun als Gruppe mit unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkten gut eingespielt.

In dieser Woche geht es am Bau schrittweise weiter. Aber ab Samstag wird ein Highlight das nächste jagen. Aber der Reihe nach. Die zwei Klassenzimmer sind fast fertig. Der Betonguss ist fertig, die Giebel stehen, die Fensterrahmen sind eingesetzt und die Wände schon zum Großteil verputzt. Das Internatshaus der Mädchen nimmt auch Form an. Die Wände stehen bis zur Dachkante und die Sickergrube für die Klos ist ausgehoben. Nun müssen die Verschalungen der Klassenräume kommen. Das passiert sicher am Wochenbeginn. Ganz nebenbei ist der Großteil der Spielgeräte neu gestrichen (Arne und Julius sind dort im Einsatz) und der Brot- und Pizzaofen nimmt Gestalt an.



Heute haben wir allen Bauarbeitern Trikots geschenkt. Die haben sich riesig gefreut und direkt eine Partie gespielt. Seitdem essen die Jungs mit den Bauarbeitern abends immer Ugali (Maisbrei). Am Samstag sind wir beim Elternfest der Schule eingeladen, an dem die Kinder Aufführungen für ihre Eltern zeigen. Es werden Lieder vorgetragen, Zahlenspiele, Sketche usw. 

Am Ende des Festes gibt es noch ein Geschenkritual für uns, wir werden mit Tüchern und Schmuck behangen (siehe Fotos). Ein insgesamt toller Tag.


Text: A. Hinken

Fotos: P. Gövert